An erster Stelle der diagnostischen Möglichkeiten bei Verdacht auf M. Gaucher steht die Erhebung der Krankengeschichte sowie eine umfassende körperliche Untersuchung. Zudem stehen dem Arzt verschiedene weitere Untersuchungsmethoden zur Verfügung.

Bei einer Blutuntersuchung kann man eine Verminderung der roten und weißen Blutkörperchen und der Blutplättchen feststellen. Darüber hinaus ist bei Gaucher-Patienten typischerweise ein Anstieg des Enzyms Chitotriosidase um das 100- bis 1.000-fache nachzuweisen. Die Bestimmung der Chitotriosidase-Konzentration sollte in einem Speziallabor erfolgen, das über entsprechende Erfahrung mit dieser Untersuchung verfügt. Bei typischen klinischen Zeichen und eindeutig erhöhter Enzymaktivität gilt die Diagnose eines M. Gaucher als bestätigt.

Die Vergrößerung der Milz und der Leber kann ohne Strahlenbelastung und schmerzlos mit einer Ultraschall-Untersuchung (Sonographie) festgestellt werden. Knochenveränderungen zeigen sich im Röntgenbild.

Eine vorgeburtliche (pränatale) Diagnostik ist möglich, jedoch nur bei vorbelasteten Familien oder bei häufig betroffenen Bevölkerungsgruppen sinnvoll.